Durchhaltevermögen: So lernt dein Kind besser

Vor über einer Stunde verdrückte ich 500 g Pralinen. Einfach so!

Kennste auch? Super, damit sind wir schon zwei im Club der willenlosen Naschkatzen. Für mein früheres „Ich“ nichts Neues, sondern eher an der Tagesordnung.

Doch dieses Mal meine ich es ernst: Seit 8 Wochen bin ich im Fitnessstudio angemeldet (und zwar als aktives Mitglied) und ernähre mich gesund.

Tja; jetzt sitze ich hier vor meinem Laptop: Mit schlechtem Gewissen (und, einem unangenehm hohen Zuckerspiegel) und frage mich: Wie bleiben wir diszipliniert und standhaft, wenn überall Versuchungen lauern? Vor allem, wenn sie so süß und mit Himbeer-Balsamico gefüllt sind?

Wenn das für mich schon so schwierig ist, wie ist es dann erst für meinen 8-jährigen Sohn?

Können wir von unseren Kindern ernsthaft verlangen, sich konzentriert an die Hausaufgaben zu setzen, wenn alles um sie herum so viel spannender und verlockender scheint?

Wenn die neueste Minecraft-Folge des Lieblings-YouTubers seit 10 Minuten online ist oder das Puzzle, dem nur noch ein paar Teile fehlen, mitten auf dem Tisch liegt.

Wie schafft man es trotzdem durchzuhalten, pflichtbewusst weiterzulernen (und sich nur eine Praline zu gönnen)?

Ganz klar!

Wollen wir unserem Kind Disziplin und Ausdauer beibringen, müssen wir sie – VORLEBEN.

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In 3 einfachen Schritten zu entspannteren Hausaufgaben

Darum braucht dein Kind das Durchhaltevermögen eines Langstreckenläufers

Beharrlich an einer Sache dranbleiben ist kein 100 m Sprint, sondern ein Marathon.

Durchhaltevermögen entwickelt sich mit der Zeit.

Stell es dir wie einen Muskel vor, den du trainierst. Mit der Zeit wird er immer stärker und widerstandsfähiger. Er ermöglicht deinem Kind, geduldig an den gesteckten Zielen festzuhalten und entschlossen, Hindernisse zu überwinden. Selbst wenn die Umstände schwierig sind.

Mache dein Kind in 6 einfachen Schritten zum Lern-Marathonläufer:

1. Komm ins Schwitzen

Dein Kind beobachtet dich den ganzen Tag über. Dabei läuft nicht immer alles perfekt.

Und das ist gut so! Zeig deinem Kind, wie du dich durch Herausforderungen kämpfst und ins Schwitzen kommst.

Kinder denken oft, dass wir Erwachsenen alles im Griff haben, nur weil wir „groß“ sind.
Für sie ist es wichtig zu sehen, dass auch wir manchmal unsicher sind und nicht alles nach Plan läuft.

Ich persönlich hasse es, Auto zu fahren (wenn du meinen Newsletter liest, weißt du, dass mein Führerschein nicht gerade billig war).

Strecken, die ich nicht kenne, machen mir Angst. Trotzdem überwinde ich mich und setze mich hinters Steuer.

Mein Sohn sieht, wie ich damit umgehe: Wie ich mich vorbereite, die Route plane und mir positive Affirmationen vorsage. Und ich bin (bis jetzt – toi, toi, toi) überall angekommen.

So; alle anderen Peinlichkeiten sind meinen Newsletter Freundinnen vorbehalten! Willst du nichts mehr verpassen? Dann werde jetzt zu meiner digitalen Brieffreundin und trage dich hier ein:

2. Ziele richtig setzen: Das Geheimnis zum Lernerfolg

Dein Kind braucht ein klares und erreichbares Ziel. Es macht keinen Sinn, jetzt schon ans Abi oder den heiß ersehnten Traumberuf zu denken.

Ein machbares Ziel ist zum Beispiel

  • Die Hausaufgaben bis zu einem festgelegten Zeitpunkt (vor dem Abendessen) fertigzumachen.

 

  • Sich im Unterricht mehr zu melden und damit die mündliche Note zu verbessern. Zu diesem Thema gibt es übrigens auch einen Blog-Beitrag. Dort kannst du dir kostenlos ein Meldeheft für dein Kind runterladen. Hier klicken!

 

Solche Ziele sind „leicht“ umsetzbar und stärken das Selbstvertrauen. Außerdem geht es um den Prozess dahinter: Dein Kind lernt, wie es die Aufgaben sinnvoll strukturiert und den Fortschritt misst. Danach ist es eher bereit, eine Sache durchzuziehen, auch wenn es mal schwierig ist.

3. Positiv bleiben – auch wenn's nicht rund läuft

Wird immer alles wie am Schnürchen laufen? Nö!

Wird dein Kind mal einen Misserfolg einstecken? Absolut!

Nur nicht aufgeben: Es geht nicht darum, jedes Mal den Jackpot zu knacken. Es geht darum, nicht den Kopf hängenzulassen, wenn was schiefläuft.

Konzentriert euch nicht auf die Fehler und Misserfolge. Nach einem Stolperstein kommt’s darauf an, sich aufzurappeln und weiterzumarschieren. Feiert stattdessen, was dein Kind bisher erreicht und geleistet hat.

4. Stress ist ein mieser Spielverderber. Buh!

Mathe-Hausaufgaben können dein Kind genauso stressen, wie dich eine Tasse Kaffee nach 22 Uhr (oder mich rückwärts einparken).

Wie wäre es da mit ein paar entspannenden Yoga-Übungen zwischen den Lerneinheiten?

Natürlich hilft auch, wie wild durchs Zimmer zu flitzen und sich so schnell zu drehen, bis einem schwindelig wird.

Egal wie; Hauptsache dein Kind lernt, was es tun kann, um Stress abzubauen. Danach konzentriert es sich besser auf seine Aufgaben und ist motivierter, die vereinbarten Ziele zu erreichen.

Und wer weiß ,… vielleicht entdeckt es dabei ja sogar eine neue Leidenschaft fürs Yoga.

5. Tankstelle – Selbstfürsorge: Der Sprit fürs Durchhalten

Dein Kind braucht Pausen wie du deinen Feierabend!

Sich um sich zu kümmern, gehört genauso zum Lernen wie die Hausaufgaben selbst.

Ein schlapper Akku bringt kein Handy zum Laufen und ein müder, hungriger Kopf löst keine Matheaufgaben.

Genügend Schlaf, ausreichend Toben an der frischen Luft und gesundes Essen sind das Super Plus im Tank deines kleinen Lern-Marathonläufers. (Um in der Metapher zu bleiben)

6. Mama, Trainerin und Fan: Als Team lernt es sich leichter

Pack die Pompons aus! Als Mama bist du nicht nur der größte Fan deines Kindes, sondern auch Trainerin und Mutmacherin in einer Person. Wir sind eben doch Superheldinnen! Natürlich ohne cooles Cape, die nötige Anerkennung und irgendeiner Form der Bezahlung …

Aber dein Kind kann sich auf dich verlassen: Du bist da, um es anzufeuern, wenn es kurz vorm Aufgeben ist. Und um High Fives zu geben, wenn es einen Triumph zu feiern gibt.

Lernen ist kein Einzelkampf, sondern eignet sich hervorragend als Team-Event! Mit dir in der Mannschaft lassen sich die kniffligsten Hausaufgaben bewältigen (und das OHNE vorsagen bitteschön).

Durchzuhalten und beharrlich an einer Aufgabe dranzubleiben braucht seine Zeit.

Es gibt immer mal wieder Tage, an denen dein Kind lieber die Beine hochlegen und sich die neueste Minecraft-Folge ansehen möchte, statt sich mit Mathe-Hausaufgaben herumzuschlagen. Genau dann ist es wichtig, sich an die gesetzten Ziele zu erinnern und beharrlich weiterzumachen.

Mit all den Strategien und kleinen Kniffen, die du jetzt kennst, ist dein Kind gut ausgerüstet und auf dem besten Weg, ein echtes Durchhaltetalent zu werden.

Disziplin: Das magische Einhorn für erfolgreiches Lernen

Und ein Wort, das einfacher auszusprechen als umzusetzen ist.

Was passiert, wenn das Ziel (diszipliniert zu arbeiten) weit entfernt liegt? Weit weg – In einem fantastischen Land, in dem Einhörner und Feen leben.

Zu dem dein Kind eher auf einem fliegenden Teppich reist, als das Mathebuch aufzuschlagen.

BÄMM! Willkommen in der Realität!

Hier kommt die Disziplin ins Spiel; das Einhorn unter den Lernmethoden.

Ein magisches Werkzeug für den schulischen Erfolg. Ohne sie wird das Ziel immer ein fernes Märchenland bleiben.

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Neu

Keine Sorge, sie wurde nicht nur einigen Auserwählten in die Wiege gelegt, sondern ist eine Fähigkeit, die jeder erlernen kann.

Sie erfordert Selbstkontrolle, Übung und Durchhaltevermögen. Dafür bekommt dein Kind mit ihr mehr erledigt und erreicht seine Ziele.

So wird das Lernen – vom fernen Märchenland – nach Hause teleportiert.

Strukturiertes Arbeiten: Das Geheimnis liegt in der Vorbereitung

Jetzt gehts ans Eingemachte! Erstelle in 3 Schritten einen Lernplan – einen, der nicht nur hübsch aussieht, sondern auch funktioniert.

1. Schritt: Eins-nach-dem-anderen

Mit Blick auf das große Ziel zerlegt ihr nun die Aufgabe in kleinere Zwischen-Etappen.

2. Schritt: Prioritäten setzen

Welche Aufgaben sind besonders wichtig? Welche können warten? Das Wichtigste zuerst!

3. Schritt: Zeit einteilen

Schätzt gemeinsam, wie viel Zeit jede Aufgabe in Anspruch nimmt und plant entsprechend.

Konsequent bleiben und durchhalten

Das ist die Devise. Ja, richtig gelesen: Es ist unerlässlich, dass sich dein Kind kon-se-quent an den Plan hält.

Es gibt Tage, an denen dein Kind lieber einen Versuch startet, den Rekord im Socken-Weitwurf zu brechen, als mit dem Lernen zu beginnen.

Und auf diese Tage kommt es an. Diese Tage machen den Unterschied. Sie sind die wirkliche Herausforderung, die Pralinen in der Tüte. Wenn das passiert (und, das wird es 136-prozentig), erinnere dein Kind daran, hartnäckig zu bleiben.

Sich durchzubeißen! Besonders wenn es schwierig wird, hilft es deinem Kind dabei, sich dem Ziel wieder ein Stückchen zu nähern.

Fehler willkommen: Lerneffekt garantiert

Dein Kind wird Fehler machen (wie wir alle – täglich), das ist nicht das Ende der Welt – im Gegenteil: Es ist eine Chance.

Jeder Fehler ist wie eine unerwartete Kurve auf einer sonst geraden Straße, die deinem Kind eine neue Sichtweise auf seiner Lernreise bietet.

Erinnere dein Kind daran, dass Fehler Helfer sind. Eine Gelegenheit, sich zu verbessern.

Begegnet dein Kind Fehlern offen, akzeptiert sie und nutzt sie; hat es eine Fähigkeit fürs Leben erworben. Und die ist Gold wert!

Verlockungen: Die heimlichen Party-Crasher beim Lernen oder das „schwarze Loch“ der Produktivität

Sie sind überall. Sie lauern in den Schatten. Sie sind … ziemlich unwiderstehlich.

Was also tun, wenn das Handy dauernd piept, der Fernseher lockt oder der DHL – Bote eine Tüte Pralinen bringt?

Entlarv die Störenfriede

Was lenkt dein Kind ab? Was ist zu verlockend und zwingt dein Kind, sein Ziel kurz aus den Augen zu verlieren?

Findet zusammen diese Störenfriede und schmiedet einen Plan, wie ihr sie in Schach halten könnt, zumindest während der Hausaufgaben- und Lernzeit.

Pausenpower: Auftanken für den Endspurt

Dein Kind ist kein Roboter und das Lernen kein Non-Stop-Rennen.

Pausen sind wichtig, um frische Energie zu tanken, die grauen Zellen zu regenerieren und den Motivationsmotor auf Touren zu bringen.

Plane regelmäßige Pausen ein, in denen sich dein Kind entspannt, dehnt oder herumwirbelt.

Manchmal ist es genau dieser kurze Moment der Ruhe, der die nächste große Idee oder den Durchbruch in einer kniffligen Matheaufgabe bringt.

Gesunde Gewohnheiten: Der Treibstoff fürs Lernen

Entwickelt eine Lern-Routine, die jeden Tag gleich abläuft. Singt davor gemeinsam ein Lied oder bereitet eine Schale mit gesunden Snacks vor.

Diese Gewohnheiten wirken – PENG, wie ein Startschuss im Gehirn deines Kindes, das sagt: „Jetzt geht’s los!“

Merke:

Ein guter Lernalltag besteht nicht nur aus Lernen. Dein Kind soll ausreichend schlafen, sich regelmäßig bewegen und ausgewogen ernähren, um seinen Motor am Laufen zu halten.

Mit diesen einfachen Tipps, etwas Planung (und natürlich unserer besten Geheimwaffe – Humor und Spaß) ist dein Kind bestens gerüstet, um sich nicht mehr ablenken zu lassen und voll durchzustarten. Vroom, Vroom!

Fazit:

Lass mich das kurz zusammenfassen:

Okay, ich habe ein kleines Pralinen-Problem.

Werfe ich deshalb meine Sporttasche in die Ecke und melde mich vom Fitnessstudio ab? Auf keinen Fall!

Niemand ist perfekt und hin und wieder kommt es zu einem „Ausrutscher“, das gehört dazu.

Es ist wichtig, diese Momente als Chance zu sehen – die perfekte Gelegenheit, um Dinge zu lernen, über uns selbst nachzudenken und besser zu werden.

Am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen, die ihr Bestes geben. Und wenn das Beste deines Kindes darin besteht, heute bloß eine Aufgabe zu erledigen statt fünf, dann ist das immer noch ein Sieg.

Deine Nicole

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