Du hast gemeinsam mit deinem Sprössling einen coolen Schulranzen ausgesucht. Die Schultüte ist in Arbeit und die Outfits zur Feier stehen. Super!
Aber halt!
Hast du nicht etwas Wichtiges vergessen?
Ist dein Kind denn auch wirklich bereit für den Schulstart?
Ich spreche hier nicht von den Schulmaterialien und der Ausstattung, die du besorgt hast, sondern von Übungen, die helfen, die ersten Tag zu meistern.
Die Schulvorbereitungen sind wie die Planung einer abenteuerlichen Reise: Du hast die Koffer gepackt, die Flüge gebucht, die Unterkunft ausgewählt – aber bist du wirklich gut gerüstet?
Vielleicht fragst du dich, ob es überhaupt sinnvoll ist, dein Vorschulkind zu fördern und auf den Schulstart vorzubereiten, wo es doch in der Schule genug zu lernen gibt …
Das wäre wie einen Rucksack ohne Proviant zum Wandern mitzunehmen – dein Kind wird schnell an seine Grenzen stoßen.
Du bist die Reiseleiterin, und es ist deine Aufgabe, sicherzustellen, dass dein Kind auf jede Situation vorbereitet ist.
„Aber unsere Erzieherin sagte, wir sollen nichts üben.“ „In der Schule warnten sie uns, die Kinder würden sich sonst langweilen“, höre ich gerade deinen inneren Aufschrei.
Es ist mir ein Rätsel, warum sich dieser Glaubenssatz seit Jahren so hartnäckig hält, wie ein Kaugummi an einem Schuh – schwer loszuwerden und klebrig wie Honig an den Fingern.
Heute erfährst du warum, das absoluter Bullshit ist!
Und wie du dein Vorschulkind förderst und fit für die Schule machst.
Warte, bevor wir loslegen, lass uns erst mal ein paar Dinge klären.
Bitte verkneif dir so typische Sätze wie: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ oder „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“.
Puh. Da schüttelt es mich!
Das verunsichert höchstens und vermittelt das Gefühl, dass Schule keinen Spaß macht.
Und wir wollen ja, dass dein Schatz mit breitem Grinsen und stolz wie Oskar zum ersten Schultag marschiert.
Ich weiß, was das für eine aufregende Zeit ist – hab‘ ich schon hinter mir.
Doch je hibbeliger und aufgeregter du bist, desto nervöser wird dein Kind.
Wie immer bist du das Vorbild für dein Kind und setzt den Ton für dessen Denkweise zur Schule.
Dein Kind orientiert sich an dir.
Behalte deshalb bitte alle schlechten Erlebnisse und Erinnerungen für dich (auch, dass du in Mathe grottenschlecht warst).
Und hast eine Menge herausfordernde Dinge vor dir:
Hier findest du einen passenden Blog Beitrag, um dir ein Bild zu machen, was dich erwartet. Keine Panik, konkrete Tipps findest du dort ebenfalls.
Überflutet von einer Welle an Emotionen zu sein, wenn es plötzlich zu den „Großen“ gehört:
Es ist wie das Eintauchen in ein tiefes Gewässer, in dem sich dein Kind erst zurechtfinden muss, bevor es schwungvoll und voller Freude in die Neue Welt eintaucht.
Du kannst dein Vorschulkind unterstützen und fördern, um diesen Start so einfach wie möglich zu gestalten. Selbst die größten Abenteurer brauchen manchmal eine helfende Hand, um sicher und selbstbewusst in unbekanntes Terrain zu starten.
Lass uns jetzt gemeinsam mit diesem alten Vorurteil, das hartnäckig in den Köpfen herumschwirrt, aufräumen, dass Üben schlecht ist.
Ich versichere dir, dass du deinem Kind damit nicht schaden wirst – im Gegenteil.
Ganz unabhängig davon, ob das fair ist oder nicht. In einer Gruppe wird verglichen.
Auch wenn genau in diesem Moment alle LehrerInnen auf die Barrikaden gehen und vehement widersprechen …
Es ist menschlich!
Hält sich dein Kind an Regeln, hört für eine gewisse Zeitspanne aufmerksam zu und hat schon was drauf; dann wandert es automatisch in die „gute SchülerIn“ Schublade.
Prima, oder?
Beides unerlässlich für den Schulerfolg.
Klar, mit der Zeit öffnen sich die Schubladen und werden neu sortiert.
Merke:
Kinder langweilen sich nicht im Unterricht, weil sie schon etwas weiter sind, sondern eher weil:
ACHTUNG: Immer vorausgesetzt, dein Kind möchte von sich aus lernen.
Ich hoffe, ich konnte dir die Panik davor nehmen, im Vorfeld zu üben.
Zum absoluten Basiswissen, was dein zukünftiger SchulgängerIn braucht gehört:
bis 10 zählen und den eigenen Namen schreiben.
Bevor du dich nun zurücklehnst und denkst, dein Kind ist bereit… gibt es noch ein paar (oft vernachlässigte) wichtige Dinge zu beachten.
Dein Schatz sollte ordentlich mit seinen Sachen umgehen, sich selbstständig An- und Ausziehen und alleine auf die Toilette gehen – inklusive Popo putzen.
Außerdem sollte es sich die Schuhe binden können und den Schulweg kennen.
Es muss lernen, sich die Aufträge der Lehrkraft zu merken und umzusetzen. Anweisungen verstehen und ausführen sowie eine neue Morgen-Routine zu testen und zu üben.
Nimm dir Zeit und übe das mit deinem Kind und mache es fit für die Schule.
Na, hast du schon mal eine quälend lange Autofahrt mit einem quengelnden Kind hinter dich gebracht? Dann weißt du, wie wichtig es ist, Geduld zu trainieren.
Aber wie geht das eigentlich?
Klar, das ständige „Müssen“ nervt gewaltig, aber es ist wichtig, dass auch die kleinen Wirbelwinde lernen, geduldig zu sein. Und du als Mama (oder Papa) bist dabei gefragt!
Denn: Wenn du dich bei jeder Wartezeit zum Beispiel im Stau über die anderen Autofahrer aufregst und am Steuer durchdrehst, wie soll dann dein Kind Ruhe bewahren, wenn es mal etwas länger dauert?
Sei ein Vorbild und zeige deinem Nachwuchs, wie man souverän mit Wartezeiten umgeht.
Wie wäre es mit einem kniffligen Puzzle, das ihr macht, bis das letzte Teilchen seinen Platz gefunden hat?
Oder dem Auffädeln von Perlen, um die Geduld zu schulen?
Und beim Essen könnt ihr gemeinsam üben, stillzusitzen und zu warten, bis alle fertig sind.
Also, nicht die Nerven verlieren, sondern die Chance nutzen, um mit deinem Kind spielerisch die Geduld zu trainieren und das Durchhaltevermögen zu stärken.
Stell dir vor, dein Kind kommt jeden Tag nach Hause und hat alle Sachen dabei.
Hausaufgaben notiert, Arbeitsblätter ohne Eselsohren und Butterbrotflecken dabei.
Ein Traum, oder?
Aber keine Sorge, du musst kein Wunder vollbringen.
Wie das geht? Ganz einfach: Richte ein Fach oder eine Schublade speziell für die Schulsachen ein. Dort lagern alle Schulmaterialien vom Ersatzkleber bis zu den Namensstickern.
So vermeidest du, dass dein Kind morgens hektisch durch das Haus rennt und nach seinen Sachen sucht.
Erstelle mit deinem Kind eine Schulranzen-Checkliste: Es hakt darauf alle wichtigen Dinge für den nächsten Schultag ab und startet bestens vorbereitet in den Tag.
Und weißt du, was das Beste ist? Du musst nicht ständig hinter deinem Kind her sein und kontrollieren, ob es alles dabei hat. Denn es wird von alleine wissen, was zu tun ist.
So wird der Schulalltag zum Kinderspiel!
Verantwortung zu übernehmen und Aufgaben selbstständig zu erledigen, macht nicht nur stolz, sondern ist auch notwendig, um sich Ansagen der Lehrkraft zu merken.
Aufgaben selbstständig zu bearbeiten und wiederzugeben.
Selbstständig sein, durchhalten und an sich glauben sind wichtige Eigenschaften im Schulalltag. Denn nur wer sich seinen Hürden mutig stellt, wird sie auch meistern und selbstbewusst durchs Leben schreiten.
Wie du das am besten angehst?
Lass dein Kind altersgerechte Aufgaben übernehmen: Tisch decken, Müll rausbringen oder beim Bäcker die Brötchen kaufen.
Lass uns gemeinsam die Koordination deines kleinen Schatzes auf Vordermann bringen!
Um die Feinmotorik aufzupolieren, könnt ihr zusammen kunterbunte Kunstwerke malen oder witzige Figuren ausschneiden. Denn geschmeidig die Finger zu bewegen und eine geschickte Hand-Augen-Koordination ist die Grundlage fürs Schreiben lernen.
Doch wir beschränken uns nicht nur auf die Fingerkünste, sondern verbessern auch die Gesamtkoordination! Dazu reichen schon einfache Alltagsaufgaben, wie Zähneputzen oder Schleifenbinden.
Und wenn wir schon dabei sind, lasst uns doch gleich noch ein paar andere Dinge üben:
Papier auf Kante falten, Fahrrad fahren, über Baumstämme balancieren.
All das trainiert nicht nur die Koordination, sondern macht auch noch verdammt viel Spaß!
Apropos Spaß: Wie wäre es, mal wieder mit deinem kleinen Abenteurer in den Wald zu gehen? Denn dort warten nicht nur tolle Entdeckungen auf euch, sondern auch viele Wege, um die Koordination und Beweglichkeit zu verbessern.
In meinem Blog-Beitrag erzähle ich dir von den vielen Vorteilen, die das Walderlebnis mit sich bringt.
Spoiler-Alarm: Es ist supergesund und prima für die Entwicklung!
Um Gefühle auszudrücken und zu benennen, muss sie dein Kind zuerst verstehen und erkennen.
Sprich im Alltag über deine eigenen Gefühle.
Erzähle deinem Kind, wenn du beispielsweise traurig bist, weil dir ein Glas kaputtging. So lernt es, dass es normal ist, verschiedene Gefühle zu haben.
Aber wie kannst du dein Kind dazu bringen, über seine eigenen Emotionen zu sprechen?
Frage dein Kind nicht einfach danach, wie es in der Schule war. Da bekommst du (mit viel Glück) nur ein gemurmeltes „gut“.
Versuche, lieber offene Fragen zu stellen, welche dein Kind nicht mit einem kurzen ja / nein oder hmm beantwortet.
„Was hat dir heute am besten gefallen?“ „Was hast du in der Pause gespielt?“
Ist dein Kind mal nicht in Plauderlaune, ist das in Ordnung. Du kannst es später wieder versuchen.
Wenn es dir erzählt, dass heute alles scheiße war, ist das auch ok. Lass es so stehen und widerstehe dem Drang, doch noch etwas Positives zu finden. Manchmal ist es einfach alles blöd. Punkt.
Denke an das Stimmungsbarometer und sieh es als Werkzeug, um den emotionalen Zustand deines Kindes zu verstehen. Wie eine Wettervorhersage sagt es dir, welche Stimmung herrscht und ob sich vielleicht ein Sturm zusammenbraut.
Merke:
Bringst du deinem Kind bei, die eigenen Gefühle zu verstehen und zu benennen, gibst du ihm damit ein wichtiges Werkzeug, um sie zu regulieren.
Wie eine Generalprobe für den Schulalltag, hilft es deinem Kind, sich selbstbewusster und sicherer zu fühlen.
Eine tolle Möglichkeit, um spielerisch zu lernen und Spaß am Lernen zu fördern.
Ein Wecker wird zur Pausenglocke, ein Zeichenblock zur Tafel und du zur Lehrerin (ausnahmsweise).
Packe ein Pausenbrot und etwas zu trinken ein und dann startet euer Unterricht.
Übt für maximal 15 Minuten und macht danach Pause.
Das weckt die Vorfreude und dein Kind bekommt einen Mini-Einblick in das Schulleben. Ihr könnt den Namen Schreiben üben oder euch lustige Reime ausdenken.
Wenn es um das Thema Fehler geht, sind Kinder oft sehr hart zu sich selbst.
Doch es gibt eine einfache Methode, wie du dein Kind auf eine gesunde Art und Weise zum Scheitern vorbereiten kannst: Spielen!
Beim gemeinsamen Spielen, ob Brettspiel oder ein Wettrennen, lernt dein Kind, dass es okay ist, zu verlieren. Es kommt nicht darauf an, wer gewinnt oder verliert, sondern um den Prozess.
In der Schule wird es unweigerlich auf Hindernisse und Kritik stoßen. Wie es damit umgeht, ist entscheidend für den Erfolg.
Denke daran:
Scheitern ist Teil des Lernprozesses. Fehler sind nichts Schlimmes, sondern eine wertvolle Lektion, die hilft zu wachsen und sich zu verbessern.
FAZIT:
Dein Kind verwandelt sich nicht PUFF über Nacht in ein Schulkind und du auch nicht in eine Schulkind-Mama.
In den kommenden Wochen werden die Gefühle häufiger Achterbahn fahren und einen von euch (oder beide) völlig umhauen. Wichtig ist, dass du immer respektierst, wie dein Kind etwas empfindet, es ernst nimmst und darüber sprichst.
Hat dein Kind Lust zu lernen (lesen, schreiben, what ever) dann lass es und bremse nicht, den natürlichen Wissensdrang.
Umso wichtiger ist es, die Vorfreude auf die Schule zu schüren. Kauft gemeinsam die Schulsachen, plant zusammen die Feier und respektiere dabei die Wünsche deines Kindes.
Wird immer alles glattlaufen? Auf. Keinen. Fall.
Aber mit ein wenig Vorarbeit und Hilfe wird dein Kind selbstbewusster und entspannter in die Schule starten.
Ihr werdet beide in eure neue Rolle hineinwachsen.
GEMEINSAM. Schritt für Schritt.
Deine Nicole
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